Sozialcurriculum 2017/2018

Sozialcurriculum 2016/2017
Bereich Klasse Thema
Fit for school 5 Kennenlernvormittag
Sozialkompetenztraining
Klassenrat
6 Klassenrat
Umgang mit Smartphones / Internet
Fit for life 7 Antimobbingprojekt
Suchtprävention
Streitschlichtertagung
8 Anti-Gewalttraining
Sozialpraktikum in Behinderten-  und Altenpflegeeinrichtungen
Liebe/Freundschaft/Sexualität
Fit for future 9 Klassenrat Oberstufe
Bewerbungstraining
Planspiel „ready, steady, go“
10 Anti-Rechtsextremismus
Schuldnerberatung
Kniggekurs (beruflich, interkulturell)

Fit for school:

In der fünften und sechsten Jahrgangsstufe sollen die Kinder an der neuen Schule ankommen und grundlegende soziale Umgangsformen kennenlernen, um einen gelingenden Schulalltag zu erleben.

Deshalb bieten die beiden Schulsozialarbeiter in der fünften Klasse das Kompetenztraining an, das mit einem erlebnispädagogischen Vormittag im nahe gelegenen Jugendzentrum eingeführt wird. Einmal wöchentlich werden dann Themen vermittelt, die zum Ziel haben: “Wir sind fair, wir sind ein Team“.

Innerhalb dieses Sozialkompetenztrainings wird auch der Klassenrat eingeführt. Dieser ist ein demokratisches Gremium, bei dem Kinder lernen, sich mit ihren Anliegen, Plänen und Konflikten auseinanderzusetzen. Sie üben dabei unterschiedliche Rollen ein, übernehmen Verantwortung und finden sachliche Lösungen. Das Prinzip der Partizipation wird hierbei umgesetzt. Nach der Einführung des Klassenrats wird dieser noch etwa zweimal durch die Schulsozialarbeit begleitet und danach selbständig vom Klassenlehrer durchgeführt.

Auch in der sechsten Klassenstufe wird der Klassenrat zweiwöchentlich durchgeführt und bei Bedarf von der Schulsozialarbeit begleitet.

Ein Workshop über den Umgang mit Smartphone und Internet wird in der sechsten Klasse in Zusammenarbeit mit der IT-Lehrkräften von der Schulsozialarbeit angeboten. Darin sollen Gefahren im sozialen Netz kennengelernt und hilfreiche Tipps für einen sicheren Umgang erlernt werden.

Fit for life:

In der siebten und achten Jahrgangsstufe sollen die Jugendlichen Ressourcen an die Hand bekommen, um auf Anforderungen des (Schul-) Lebens angemessen agieren zu können. 
Aus den Jahrgansstufen sieben und acht werden in einer zweitägigen Tagung Streitschlichter geschult, die für die Klassen fünf und sechs als Mediatoren eingesetzt werden können, um kleinere Streitereien zu schlichten und Eskalationen zu verhindern.

In der siebten Klassenstufe findet ein eintägiges Anti-Mobbingprojekt statt. Unter Anleitung der Schulsozialarbeit und dem Beisein des Klassenlehrers setzen sich die Jugendlichen intensiv mit dem Thema Mobbing, Ausgrenzung und Respekt vor Vielfalt auseinander.

Außerdem bietet der Kreisdiakonieverband an einem Vormittag für die siebten Klassen einen Workshop zur Suchtprävention an. Dabei wird das eigene Suchtverhalten hinterfragt und Betroffene kommen zu Wort, die von ihren Erfahrungen offen berichten.

In der achten Jahrgangsstufe nehmen die Jugendlichen an einem Vormittag zu den Themen Liebe/Freundschaft/Sexualität teil, der in geschlechtsspezifischen Gruppen von den beiden Schulsozialarbeitern durchgeführt wird. Hierbei soll es um die eigene Körperwahrnehmung gehen mit dem Ziel, ein positives Selbstbild zu entwickeln und verantwortungsbewusst mit seiner Sexualität umzugehen. 

Außerdem wird ein zweitägiges Anti-Gewalt-/Coolnesstraining von der Evangelischen Gesellschaft e.V. (eva) durchgeführt. Die Jugendlichen werden mit ihren eigenen Verhaltensweisen konfrontiert. Sie lernen, in Stresssituationen und Konflikten angemessen zu agieren, dabei haben sie ihre Emotionen besser im Griff und erkennen eigene Grenzen sowie die der Anderen.

Fit for future:

In der neunten und zehnten Jahrgangsstufe sollen den Jugendlichen Angebote gemacht werden, die sie als mündige Bürger in die Gesellschaft entlassen und die sie auf das berufliche Leben vorbereiten. 

In der neunten Jahrgangsstufe soll deshalb erneut der Klassenrat als demokratisches Beteiligungsgremium eingeführt werden, um das Prinzip der Partizipation und die Chancen der direkten Mitwirkung an Prozessen und Entscheidungen spürbar zu machen. 

Außerdem kommt das Netzwerk des „Jobpoints“ zum Tragen. Bei Bedarf erhalten die Jugendlichen einen individuellen Bewerbungs-Paten, welcher sie bei der Suche von Praktikums- und Ausbildungsplätzen unterstützt. Gleichzeitig organisieren die ehrenamtlichen Mitglieder des Jobpoint gemeinsam mit der Schulsozialarbeit das eintägige Planspiel „ready, steady, go“, welches einem Konzept des DGB entspricht. Die Neuntklässler nehmen dabei an einem Stationslauf unterschiedlicher Firmen teil, führen realistische Bewerbungsgespräche, nehmen an der Berufsberatung teil, füllen Eignungstests aus und lassen sich beraten. Im Vorfeld werden Bewerbungsmappen und Lebensläufe gemeinsam erstellt. 

In der zehnten Jahrgangsstufe werden die jungen Erwachsenen von der Schuldnerberatungsstelle des Landratsamts zum Thema Finanzen informiert. Unter dem Motto „Wenn die Schuldenfalle zuschnappt“ wird an realistischen Szenarien verdeutlicht, wo sich Schuldenfallen verbergen, wie viel das Leben kostet und was sich hinter Begriffen wie Dispokredit, Girokonto, Ratenzahlung etc. verbirgt. 

Von der Fachstelle Rechtsextremismus des Kreisjugendamtes gibt es für die Zehntklässler einen Vormittag, bei dem über regionale rechtsextreme Vorkommnisse berichtet wird, über Symbole und Gedankengut aufgeklärt wird und anschließend gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht wird, etwas dagegen zu tun und Position zu beziehen.