Mit Handwerk, Kreativität und Teamarbeit zur neuen Schutzhütte
Schülerinnen und Schüler der Realschule Remshalden sanieren im Rahmen der Handwerkstatt eine Hütte im Wald von Buoch
Eine Woche voller handwerklicher Herausforderungen, kreativer Ideen und gemeinschaftlicher Arbeit liegt hinter den Schülerinnen und Schülern der Realschule Remshalden. Im Rahmen der Handwerkstatt sanierten sie eine Schutzhütte für Wanderer im Wald von Buoch. Die Handwerkstatt ist ein Projekt der Stiftung Würth, das in unserer Realschule zur beruflichen Orientierung durchgeführt wird. Die Hütte wurde bereits im Jahr 2003 von einer Klasse erbaut und erstrahlt nun nach vielen Jahren in neuem Glanz.
Am ersten Tag machten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam von der Schule aus auf den Weg zur Hütte. Dort wurden sie vom zuständigen Förster begrüßt, der sie während der gesamten Projektwoche begleitete und tatkräftig unterstützte. Neben fachlichem Wissen stellte er auch Werkzeug zur Verfügung und packte selbst mit an. Ein besonderes Erlebnis war die Möglichkeit, gemeinsam mit den Waldarbeitern die Fällung einer Buche zu beobachten.
In den folgenden Tagen wurde fleißig gearbeitet: Zunächst mussten Baumstämme aus dem Wald geholt und von ihrer Rinde befreit werden. Anschließend wurden sie passend zugesägt und an der Seitenwand der Hütte montiert. Auch die Ständer der Hütte wurden vollständig erneuert. Lediglich das Dach konnte übernommen werden.
Ein besonderer Schwerpunkt der Handwerkstatt lag darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Ideen einbringen konnten. Sie durften selbstständig über das Aussehen und den Ablauf der Sanierung entscheiden und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. So wurden beispielsweise Fenster eingebaut, die künftig für deutlich mehr Helligkeit im Inneren der Hütte sorgen. Auch ein Fensterbrett wurde ergänzt. Zum Abschluss erhielten die beiden vorderen Träger einen neuen Anstrich, der das Gesamtbild der Hütte abrundete.
Unterstützt wurde die Handwerkstatt von der Stiftung Würth, die den Schülerinnen und Schülern wichtiges Werkzeug zur Verfügung stellte. Als besonderes Geschenk erhielt jede und jeder ein T-Shirt, einen Rucksack, einen Meterstab, einen Bleistift, eine Säge, ein Maßband und einen Block. Die Freude darüber war groß.
Neben der handwerklichen Arbeit kam auch das gemeinsame Kochen nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler versorgten sich während der gesamten Woche selbstständig. Auf dem Speiseplan standen unter anderem ein über dem Feuer gekochter Linseneintopf, rote Wurst mit Stockbrot, Nudeln mit Pesto und ein gemeinsames Vesper. Das Kochen in der Natur sorgte für eine besondere Atmosphäre und stärkte zusätzlich den Gemeinschaftssinn.
Die Projektwoche zeigte eindrucksvoll, wie viel durch Eigeninitiative, Kreativität und Zusammenarbeit entstehen kann. Im abschließenden Feedback bewerteten die Schülerinnen und Schüler das Kennenlernen des Handwerks als möglichen Beruf sowie die damit verbundene berufliche Orientierung als sehr sinnvoll.
Am Ende der Woche konnten alle stolz auf das gemeinsam Erreichte sein: Aus einer in die Jahre gekommenen Schutzhütte ist wieder ein heller, einladender Ort für Wanderer geworden. Eine Woche, die nicht nur handwerkliche Fähigkeiten vermittelte, sondern auch zeigte, wie viel Freude es macht, mit den eigenen Händen etwas Bleibendes zu schaffen


